Suchterkrankungen

Prävention und Management von Suchterkrankungen am Arbeitsplatz

Sucht am Arbeitsplatz

Sucht ist eine Gesamtheit von Verhaltens-, kognitiven und physiologischen Phänomenen, die sich nach wiederholtem Substanzkonsum entwickeln und durch starkes Verlangen, Kontrollverlust, anhaltenden Konsum trotz Schäden und zunehmende Toleranz gekennzeichnet sind (ICD-10). Der Arbeitsplatz bietet einen privilegierten Kontext für Präventions- und Frühinterventionsmaßnahmen.

Alkohol und Arbeit

4–20 % der Arbeitsunfälle stehen in Zusammenhang mit Alkoholkonsum, entsprechend 37.000–88.000 der jährlich vom INAIL gemeldeten 940.000+ Unfälle. 51 % der Fälle betreffen Kollisionen oder Stürze, 11 % Verkehrsunfälle. Die wirtschaftlichen Kosten werden auf 5–6 % des BIP geschätzt.

Das Gesetz 125/2001 verbietet den Ausschank und Konsum von Alkohol bei Tätigkeiten mit hohem Risiko (Baustellen, Maschinenbedienung, Fahren usw.). Der Arbeitsplatz ist der ideale Kontext für Präventionsprogramme und Unterstützung der Arbeitnehmer.

Unsere Alkohol-Leistungen: motivierende Beratung, Atemalkoholtests, betriebliche Präventionsprogramme, Unterstützung bei der Wiedereingliederung.

Betäubungsmittel

Das Staat-Regionen-Abkommen 2008 sieht die Pflichtüberprüfung auf Drogenfreiheit für Arbeitnehmer mit risikoreichen Tätigkeiten vor. Die Überprüfungen (Urintests) erfolgen präventiv, bei Einstellung und periodisch mit maximal einem Tag Vorankündigung.

Bei Verweigerung wird der Arbeitnehmer innerhalb von 10 Tagen erneut vorgeladen. Bei positivem Ergebnis wird vorübergehende Nichteignung erklärt und der Arbeitnehmer an den territorialen SERT überwiesen.

Unsere Leistungen für Substanzabhängigkeiten: Urintests, Verwaltung von Nichtkonformitäten, betriebliche Präventions- und Ausbildungsprogramme.

Rauchen

Rauchen verursacht ca. 30 % der Krebserkrankungen und verkürzt die Lebenserwartung um 8–12 Jahre. Bei rauchenden Frauen reduziert sich die Fruchtbarkeit um bis zu 30 %. Passivrauchen erhöht das Lungenkrebsrisiko für Mitbewohner um 20–30 %. Die geschätzten Kosten betragen ca. 1.600 €/Jahr für eine Schachtel täglich.

Wir bieten ein dreiphasiges Raucherentwöhnungsprogramm: (1) Erstberatung mit körperlicher Untersuchung, Spirometrie und CO-Messung; (2) Individueller Entwöhnungsweg: Einzelberatung, Gruppentherapie oder medikamentöse Behandlung; (3) Abschlussbewertung mit Ziel der Entwöhnung innerhalb von 3–4 Wochen.

Grundlage: Motivierende Beratung zur bewussten Entscheidung für das Aufhören.

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